Google+ … da simma dabei

Yay, ich hab nen Google+ Account seit heute.

Eigentlich könnte ich es ja bei dem einen Satz belassen und allen eine lange Nase machen, aber man will ja die Nasen noch etwas länger machen, indem man die gemachte Erfahrung beschreibt und in den höchsten Tönen lobt, WIE TOLL DAS IST.

Nunja, da gibts jetzt natürlich schon die ersten Skeptiker:”Nur weils ‘teh new sh1t’ is?” oder “Is doch wie Facebook nur anders.” und “Brauch ich das denn wirklich?”.

Zuallererst einmal: Brauchen tut man ja wohl keine unserer Socialnetworking-Sites oder? Ich meine auf dem Jäger und Sammler Level brauchen wir das alles nicht. Wir mögen die Seiten (especially Facebook) nicht mal wirklich, da die uns Werbung um die Ohren klatschen, wo es nur geht und nebenbei noch unsere Daten cashen (im Sinne von abgrasen und weiterverkaufen). Okay, Twitter macht da eine kleine Ausnahme, denn dort wird nur von den Benutzern geworben, die man ganz fix geblockt hat UND man kann sich bei Twitter aussuchen, wessen Quark man im Endeffekt lesen mag …

Dieses Prinzip hat Google+ übrigens adaptiert. Man sucht sich nach seinen Interessen Leute, welche diese ebenfalls haben. Bsp.: Du bist Briefmarkensammler. Also suchst du bei Google+ nach Briefmarkensammlern, schiebst diese in den “Kreis” (Google+ arbeitet mit Personenkreisen) “Briefmarken” und schon hast du eine Gruppe von Menschlein zusammen, die alle sich für dieses Thema interessieren, darüber referieren und dich up to date halten mit den neuesten Entwicklungen in dieser Sparte.

Ich geb zu, das Briefmarkenbeispiel hinkt aber ich glaube man versteht, wo das hingehen soll. Es ist nicht wie Facebook, wo einen Wildfremde adden und man sich fragt, warum man diese Person zum Freund haben soll, sondern man folgt (von wegen Twitter und so) denen, welchen man folgen möchte, weil sie inhaltlich relevantes Zeug von sich geben. Man liest eben nur das, was man lesen möchte.

Ergo generiert man selbst den Inhalt seines Google+ Accounts und muss sich nicht durch 300+ Neue Beiträge (ich liebe diese Anzeige >_> ) wühlen, um die 2 für sich interessanten rauszusuchen. Das mag ja auch seinen Reiz haben, jedoch sicher nicht für jedermann.

Ein weiteres Plus für Google+: Jetzt habe ich alle Leutchen, die ich wegen Briefmarken wollte und siehe da, da ist einer, der interessiert sich wie ich für “Stockweitwurf”. Wahnsinn. Also neuer Kreis auf und alle rein, die Stockweitwurf interessiert. Herrchen mit Stöckchen, Frauchen mit Hölzchen, Australier … Das Prinzip leuchtet ein?! Ich mache Interessensgebiete auf oder sortiere mir meinen Kram nach Freundschaften oder Familie oder Beruf oder Musik oder alles gleichzeitig. Wie bereits erwähnt: Man generiert sich dadurch den für sich relevantesten Inhalt.

Klar, wie mit allem, so kann man auch mit Google+ sicher sehr viel Schindluder treiben, Leute veralbern und Daten cashen. Es ist nur ein weiteres Socialnetworkingkonstrukt, dass momentan noch getestet wird, aber sicher demnächst auf den Markt hüpft und dann wird man ja sehen, ob Facebook den Myspacetod stirbt (was ich für unwahrscheinlich halte, da ein ganz anderes Communityding hintendran steht) oder vielleicht Twitter in die Knie geht.

Ich, für meinen Teil … ich würde mir wünschen, dass es als zusätzliche Option anläuft und sich etabliert. Wem Facebook zu “klickibunti” und “unaufgeräumt” ist, der wird Google+ lieben. Wem Twitter zu wenig bietet (es kann viel, aber eben auch nicht sooo viel), der wirds ebenfalls lieben. Nichtsdestotrotz haben die beiden erwähnten Services ihre Daseinsberechtigung auch während oder nach einem Google+.

Noch!?

  1. von nice2meatu gepostet
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