Stolperfalle Internet

Ulkige Sache, nicht? Also diese (für mich) eindeutige Verbindung zwischen dem Wort “stolpern” und “Internet”. Die werden so oft in einem Atemzug genannt, dass es für mich dazu reicht nach Äonen von Internetzeitaltern einen Blogeintrag zu schreiben.
Sehet die Vielfalt:
Dürfte ja jedem klar sein: wenn man anfängt sich mit dem Web zu beschäftigen, stolpert man mehr oder weniger durch das www. Aktuell heißt das, dass man über Zuckerberge, das Böse/das Gute/das gute Böse/das böse Gute/äh Google und youtube, diverse E-Mail Anbieter, Foren, Chats, Kicherkichergelächter-Seiten (9gag, failblog uswusf.) und dergleichen fällt/stolpert.
Stumbleupon - Die haben dem Kind einen Namen gegeben… too obvious. Eine Seite, auf welcher man, laut Anbieter, über interessante, erfreuliche, weniger erfreuliche und “ganz andere” Links stolpert und so an Punkte im Internet gelangt… nunja, die man vielleicht gar nicht sehen wollte/gesehen hätte. Man stolpert also durchs Web.
Politiker stolpern andauernd übers Internet. Sei es durch Äußerungen, tolle Ideen für neue Gesetze, gedachte Kontrollmechanismen, Guttenplag, uvm.
Windowsuser stolpern in unregelmäßigen Abständen über Viren, Würmer, Bundestrojaner… hups. Da stolperte der CCC ja letztens drüber und fand das weniger witzig. Zurecht, liebe Leute! Zurecht! Da darf man empört sein über diesen fiesen Stolperstein. Ganz großes Pfui.
Zwischen all den Katzenbildern, Pornoseiten, Social-Networking Plattformen, Blogs, Comics gibts aber auch noch die ungeliebten Kinder des Web, wie Anonymous und 4chan. Aber da (4chan) stolpert man lieber vorbei, wie an ner verrauchten, verranzten Eckkneipe, aus welcher gerade einer fliegt, der aussieht, als hätte er sich schonmal als Preisboxer versucht, welcher geflogen wurde von Kerlen, die man nicht unbedingt im Hellen sehen will (und auch nicht im Dunkeln).
Ich persönlich stolpere seit ich das Internet nutze immer wieder mal (im Abstand von 1-3 Jahren) über Kim Schmitz. Wie auch heute wieder. Knast? Huch. Also, okay, nix Neues jetzt, dass Kimble etwas links nach schräg mit dem Gesetz verfahren ist in der Vergangenheit. Aber seit er sich mit Megaupload saniert hatte - die Seite is ja nun nicht mehr - hätte man erwarten können, dass es mal gut ist. Ausgerechnet KimDotCom mit seinem Megaupload wird vom Netz genommen. Saubere Arbeit *vorsicht Ironie* !
Die Anonymous Reaktion folgte auf dem Fuße… mal ehrlich, auf die Jungs ist inzwischen auch echt Verlass. Schweizer Uhrwerk Style. Ist irgendwo im Web was los, steht der Name Anonymous meist nicht weit entfernt und diesmal hamse die LOIC sogar etwas nachgerüstet. Respekt. Virtual Sit-In die 23662ste. Diesmal bei umg, fbi und 8 weiteren Seiten. Mhm. Der Drops ist irgendwie gelutscht. Über Anonymous stolpert ja längst auch der selten-bis-gar-nicht Internet-User daheim vorm TV in den 20 Uhr Nachrichten. Wenn die nicht bald mal ihr Spielchen drastisch verschärfen, kräht bis zum Sommer kein Hahn mehr nach denen.
So denn, ich stolper jetzt unter die Decke. Is spät, ich müd, draußen kalt, unter der Decke warm, guts Nächtle. Solltet ihr über meinen Blog stolpern, dürft ihr gerne einen Link in den Äther des Webs schmeißen, vielleicht stolpern ja noch zwei, drei, vier weitere Menschleins hier rein.
Falls jemand noch weitere Gedanken über die Stolperfallen des WWW hat, möge er sie mir mitteilen via FB oder Twitter oder wat weiß ich denn wie ihr kommuniziert. Cheers.
Wallpaper gefällig?
Ich dachte, wo ich es schon so lange habe und es immer mal wieder benutze, vielleicht mags ja jemand haben.
Hier also ein “kleines” Wallpaper zum Download: Link
Abmaße: 1680x1050 Pixel
Thema: Anonymous
Fellow Anon & citizens of the world,
The main stream media has been portraying Anonymous as cyber & domestic terrorists
& we are tired of being wrongly accused by the same media and Governments who have
participated in many if not all flag operations and attacks on the innocence.
Not all Anonymous are hactivists. Many of us are activists with the voice for the
voiceless. Push the wrong buttons and we will exploit what needs to be released to the public.
That doesn’t mean we condone publications of personal information of innocent bystanders.
That is not what Anonymous believes in or follows. We are here for the people, to share
to the world the fallacies’ that our governments’ Love to entertain us with.
#opFeedTheHomeless & #opMeetAndGreet is in FULL affect for the 27th of August. We
will be handing food to the less fortunate and poor as well as greeting the very people that are
trying to make ends meet in order to survive.
We call all Anon and residents of the world to join us worldwide as we reach out to our
brothers and sisters and show them that WE do CARE.
We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect
us!
“WE ARE THE VOICE OF THE VOICELESS”
The Game!
Die Regeln:
1.: Du kannst “The Game” nicht gewinnen!
2.: Wann immer du an “The Game” denkst, die Wörter irgendwo siehst oder darüber hörst, verlierst du!
3.: Wann immer du verloren hast, musst du das mitteilen! “I lost The Game!”
4.: Nach dem Verlieren darfst du eine halbe Stunde an “The Game” denken, ohne zu verlieren. Nutze die Zeit um andere “The Game” verlieren zu lassen.
5.: Wenn du jemandem von “The Game” erzählst, spielt er automatisch mit.
6.: Ziel ist es, die ganze Welt zum Mitspielen zu bringen.
7.: Da du diese Regeln gelesen hast, “you just lost The Game”!

Hackers all over the place

Dieser Comic von XKCD zeigt sehr gut die Situation derzeit. Überall auf der Welt wird berichtet, dass da der Server gehackt wurde und hier wurden Kundendaten geklaut und veröffentlicht und dort gabs DDOS-Attacken (was immer das auch ist, wa?)! Dahinter stecken meist irgendwelche anonymen Internetuser, die man ebenfalls nicht so ganz eindeutig definiert bekommt.
In kurz: Die große Panikmache seitens der Medien greift sich ein neues Feld und einige Hansels versuchen ein wenig Publizistik zu betreiben.
Das ist ja nun wirklich nichts neues, wenn man sich in den letzten 10-20 Jahren mal genauer die Nachrichten oder ne Bundestagsdebatte oder die Bild/den Spiegel angesehen hat. Dem Bürger etwas Angst machen, das können Politiker; und die Nachrichten/Medien sowieso. Da gibts dann spontan mal ne neue Krankheit, man greift sich “fremde” Religionen und macht sie zu POTENTIELL gefährlichen Gruppierungen und das Damoklesschwert der Finanzkrise, das bemerken wir ja schon fast nicht mehr, ne?!
Und auch diesmal ist die Situation so, dass weder die Berichterstatter noch die Otto Normalzuschauer so wirklich verstehen, worum es geht, was da genau passiert und wer da eigentlich hintendran steckt und vor allem die Frage Nummer Eins:”WO ISN DA DER SINN?”
Ich versuch mal da Licht reinzubringen, wo ich sehe, dass ich mehr weiß, als der Medienhorst in seiner Nachrichtensendung oder seinem dämlichen SpringeraufA1-Verlag.
DDOS-Attacken:
Das ist wie damals, als man sich mit ganz vielen Leuten in ein Foyer von ner Uni gesetzt hat, um die Profs vom Seminar abzuhalten. Man trinkt Bier, man lacht zusammen, man albert bisken rum und irgendwo dazwischen sitzen 2-3 “Aktivisten”, die irgendwie nicht ganz so lustig drauf, aber mittendrin statt nur dabei sind. Früher im Foyer, heute im Chatroom.
Dieses Prinzip des “Sit-In” gibts seit den 60ern und ist jetzt im digitalen Zeitalter angelangt. Wenn nämlich X-User gleichzeitig auf eine Website gehen, wird der Server auf dem diese liegt überlastet. Ich rede von vielen Usern! SEHR VIELEN! Und jeder dieser User kann gerade soviel “Internet”, dass er sich selbst 50mal da anmeldet mit, ich sach mal so, “Klonen” seiner selbst. Und jeder dieser 50 * X Klone lädt die Website alle 5 Sekunden neu. Wie das geht? Keine Ahnung.
Der Server sagt sich jedenfalls:”Lasst mir doch die Ruhe!”, fängt an zu schmollen, weil er auf einmal so viel zu tun hat und final gibt er den Benutzern ein freundliches “Ihr könnt mich mal!”. Dann ist die Seite nicht mehr aufzurufen, man bekommt eine Fehlermeldung und muss die Seite später nochmal besuchen.
Ergo ist eine DDOS-Attacke ein virtuelles Sit-In. Nicht mehr und nicht weniger.
Falls also bei der ARD der Tagesschausprecher mal wieder mit “Diedos-Attacke” um sich wirft, sind wir nun schlauer und gehen nicht davon aus, dass unser Leben, unsere E-Mails oder unsere preisgekrönte Sammlung an Pornobildchen auf dem heimischen Rechner gefährdet sind, nech!?
Worum es dabei geht:
Den meisten Leutchens, die da mitmachen, geht es wie denen damals im Foyer. Die wollen ihr Bierchen trinken, ein wenig lachen, Gemeinschaft erleben und eben auch irgendwie en bisken Stunk machen, da ihnen etwas nicht passt. Da der gemeine Internetnutzer recht divers ist, sind es die Ziele solcher Sit-Ins genauso. Letztens wars noch Mastercard, Paypal und Visa, heute isses Sony, morgen isses die Regierung von Timbuktu (nur ein Platzhalter, eigentlich wars Simbabwe).
Es geht darum etwas Gerechtigkeit in den oft gerechtigkeitsfreien Raum “Internet” zu bringen oder es geht darum, Leuten, die im echten Leben nicht ganz so nett sind, zu zeigen, dass sie doch bitte etwas netter sein sollen und man muss es mal beim Namen nennen: oft geht es auch einfach nur um den Spaß.
Mitunter wirds dann doch ernst, wenn die kleine Gruppe von Aktivisten richtig aktiv wird, welche eben auch Teil des Ganzen ist. Die werfen dann Steine und Molotovcocktails und legen sich mit der Obrigkeit auf Teufel komm raus an. Da ist der Spaß dann ganz schnell vorbei.
Wer dahinter steckt:
Das ist der eigentliche Gag an der Geschichte. Es ist jeder und keiner. Anonymous ist mehr eine Idee, als eine Bewegung oder eine Gruppe. Anonymous kann jeder sein. Das führt oft dazu, dass Anonymous Anonymous attackiert, weil Anonymous was gemacht hat, was Anonymous nicht gefallen hat. Erm, ja.
Wie bereits mehrfach erwähnt, das sind Menschen wie du und ich, denen eine Idee gemeinsam ist. Darunter sind eben schwarze und weiße Schafe und dazwischen gibts 254 Grauabstufungen. Deswegen fällt es so einem Medienheinz auch unheimlich schwer, das Ganze in einen sinnvollen 20-30 Sekunden Beitrag für die Nachrichtensendung des Tages zu raffen. Es gibt bei und für Anonymous nicht nur schwarz und weiß.
Zusammenfassend:
Sicher sind viele jetzt nicht schlauer als vorher. Aber wenn man Zeit und Muße hat, kann man sich ja mal bei Wikipedia fit lesen, ein wenig durch das Internet stöbern (am besten ihr nehmt Firefox und nicht den IE, wer weiß was so da durchs Netz an Viren wabert) oder sich auf einschlägigen Seiten informieren.